In eigener Sache / Pro domo

Es gibt Tage, die möchte man am liebsten nicht nur aus dem Kalender streichen, sondern auch aus dem Gedächtnis.
So war es vor einiger Zeit, als wir erfahren haben, dass irgendwelche deutsche Tierärzte leichtfertig die Qualität unserer Impfungen infrage stellten. Ignoranz, oder Interesse?
So erging es uns hier in Rumänien häufig, wo unsere Arbeit durch missgünstige Nachbarn oder desinteressierte und feindselige Behörden erschwert wird, als wir oder unsere Hunde erneut angegiftet wurden.
Oder als wir festgestellt haben, dass Vereine oder Privatpersonen, die auch auf dem Gebiet von Tierschutz tätig waren und mit denen wir zusammengearbeitet haben, diesen als eine bequeme Einkommensquelle oder einfach als Bühne für ihre grenzenlose Eitelkeit betrachtet haben.

Für uns haben immer die Tiere im Vordergrund gestanden. Eine der wenigen Genugtuungen, die wir haben, ist der dankbare Blick der Vierbeiner, die nach einer langen Entwicklungsphase ihre Traumata nach und nach vergessen und die Ruhe und Geborgenheit zum ersten Mal genießen… oder die Anerkennung von wahren Tierliebhabern, die die Welt der Tiere mit ähnlichen Augen sehen und unsere Arbeit würdigen.
Daher ist es für uns absolut nicht akzeptabel, wenn uns der Zugang zu Informationen über unsere ehemaligen Schützlinge verwährt wird. Oder wenn die Vermittlung nur dazu dient, die Hunde loszuwerden.
Vor einiger Zeit haben wir versucht, etwas neues von Eywa zu erfahren, eine von den 8 Welpen von Coco. Eine erste höfliche Anfrage bei der Adoptantin ist ohne Antwort geblieben. Die Nachfrage ist auch unbeantwortet geblieben. Daraufhin haben wir uns schon Gedanken gemacht, es könnte etwas Schlimmes passiert sein und es erneut versucht.
Wir erhielten dann eine patzige Antwort, die im Wesentlichen darauf hinauslief, dass die Dame solche Informationen ständig auf ihrem whatsapp Konto (durch Wechsel des Profilbildes!) veröffentlicht, dass wir uns auch irgendetwas haben zuschulden kommen lassen (liegt lange zurück, ist unklar, wann und was genau) und dass sie außerdem nichts mehr mit Rumänien zu tun haben möchte.
Wir können nur hoffen, dass sie die Eywa besser behandelt als uns, und dass der arme Hund von dem Gift, das von dieser Person abgesondert wird, verschont bleibt. Da hilft nur eins, so leid es uns tut, die Kröte schlucken und den Kontakt abbrechen.
Sollen wir sie darauf hinweisen, dass stetes Ignorieren einer höflichen Anfrage eine ungeheuerliche Beleidigung und ein Akt der Feigheit darstellt? Wenn jemand die elementare Höflichkeit nicht kennt (Kinderstube?), dann hilft so ein Hinweis gar nicht, wie wir das immer wieder erfahren haben.
Sollten wir sie darauf hinweisen, dass abgesehen von der Tatsache, dass wir und die meisten unserer Helfer Deutsche sind, der Tierschutz (so wie humanitäre Hilfe auch!) keine Grenzen kennt?
Oder sollen wir sie darauf hinweisen, dass chauvinistische oder rassistische Äußerungen kein Ruhmesblatt für einen Deutschen sind?
Es hat natürlich keinen Sinn. Wo nichts ist, kann man nichts holen.
Und allen, die uns – mehr oder weniger verblümt – vorwerfen, dass unsere konsequente Einstellung zum Bruch mancher Beziehung führt, empfehlen wir zu überlegen, warum sie selbst Beziehungsprobleme haben. Und ob es nicht besser wäre, auf gut Pfälzisch gesagt, ihre Gosch zu halten.
Wir werden unsere Linie nicht aufgeben. Wie wir häufig genug betont haben, wir sind keine Tierhändler. Wir fühlen uns unseren Schützlingen verpflichtet und meinen, dass man auf dem Gebiet Tierschutz ehrliche Zusammenarbeit braucht. Im Interesse der Vierbeiner.
Auf Partner, die uns durch ihre Umtriebe, Egoismen, Überempfindlichkeiten und Eitelkeiten mehr Zeit und Nerven Kosten (die uns letztendlich bei der Pflege unserer Schützlinge fehlen), als dass sie uns helfen, müssen wir, auch im eigenen Interesse verzichten.
Wir stellen einmal mehr fest, dass die meisten Schwierigkeiten beim Tierschutz von Menschen verursacht werden. Da könnte man trübsinnig werden und seinen Mut ganz verlieren! Zum Glück gibt es auch Menschen, die uns dabei helfen, dies zu überwinden. Und dafür sind wir dankbar und machen trotz allem weiter.

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